…über mich

Irgendwann im Sommer 2013 wurde ich von einer neuen Handwerkstechnik fasziniert – eine ganze Nacht lang schaute ich mir bei Youtube Videos vom Drechseln an. Besonders einer der Drechsler faszinierte mich – er erklärte die Techniken so gut und spannend, dass ich Lust bekam, das auch mal auszuprobieren – Martin Adomat.

Auf der Suche nach einem Drechselkurs in meiner Nähe, stieß ich dann sofort auf die Seite von Martin Adomat – 500 km! elend weit weg, aber egal – ich hatte ein gutes Gefühl.
Und so meldete ich mich an und fuhr Ende August dann zu Meister Martin.
Bereits am ersten Abend, nach einem Tag an der Drechselbank, stand für mich fest:
So ein Ding will ich auch!
Martin half mit Beratung in Sachen Grundausstattung und drei Wochen später war ich stolzer Besitzer einer Killinger KM 1500.
In den folgenden Wochen erfuhre ich, dass es sich beim Drechseln um eine Tätigkeit von enormen Suchtpotential handelt; bei jeder Gelegenheit war ich unten im Keller, auch wenn es „nur“ ein Stöpsel oder ein Brieföffner wurde.

Hier die ersten Arbeiten, entstanden beim Anfängerkurs von Martin Adomat.


Die Gelegenheit bot sich, auf zwei Weihnachtsmärkten auszustellen. Das hieß Arbeit! Aber es machte Spaß und der Stand kam gut an.
Mitte Januar konnte ich dann einen weiteren Kurs bei Martin Adomat besuchen.
Thema war diesmal: Stirnholzarbeiten mit dem Haken, Munro-Tool und Grünholz-Drechseln.


Ich bin stolz, so einen wunderbaren Menschen als meinen Meister bezeichnen zu dürfen.

Bei einem Open-House eines meiner Holzlieferanten lernte ich dann Jo Winter kennen. Ich hatte bereits häufiger Drechselarbeiten von ihm gesehen und fuhr nicht zuletzt wegen ihm die 250 km nach Legden.

Erfreulicherweise erfuhr ich, dass Jo ebenfalls Drechselunterricht gibt und er nahm mich als Lehrling an, wofür ich sehr dankbar bin. Gerade der von ihm entwickelte Spechtschnabel ist mittlerweile ein wichtiges Werkzeug in meiner Werkstatt.

 

 

Seit Februar 2015 beschäftige ich mit mit Vergoldungen. Ausschlaggebend war die Idee, eine Nussbaumschale mit einer hochglanzvergoldeten Hohlkehle zu versehen. Obgleich der Vergolderkurs bei Manuela Scherer in drei Tagen ein bereits unermessliches Wissens vermittelte, bleibt noch viel zu Lernen und Auszuprobieren.